gedanken

Mittwoch, 9. April 2008

männer-freundschaften

freue mich gerade auf den anruf eines guten freundes. und da stelle ich mir mal wieder die frage ob es denn wirklich echte freundschaften zwischen mann und frau geben kann. also wahre freundschaftliche liebe. bedingungslos und ohne anspielungen. ohne flirten und auch nur den heimlichen gedanken daran. schwule männer jetzt mal ausgenommen ;-)

also um ehrlich zu sein, habe ich diesen zustand bis heute kein einziges mal kennengelernt. ich wünschte es wäre so, denn solch eine freundschaft stelle ich mir wirklich sehr wertvoll vor. aber immer wenn ich einen mann kennengelernt habe mit dem ich mich sehr gut verstanden habe, waren auch schon wieder die gefühle im spiel. zu meiner verteidigung muss ich sagen, dass das oftmals nicht von mir ausging ;-) aber in diesen situationen verselbstständigen sich meine gedanken. einfach so. dann überlege ich zum beispiel, wie er wohl so zu mir passen würde, freue mich über gemeinsamkeiten, und so weiter und sofort. um jetzt mal extrem ehrlich zu sein: ich bin wahrscheinlich unbewusst auf der ständigen suche, nach dem perfekten traummann, von dem man munkelt, dass es ihn trotz aller enttäuschenden erfahrungen vielleicht doch geben könnte ;-)

und auch heute, bei diesem guten freund, ist es so, dass da mal gefühle im spiel waren. und vielleicht ist da ja auch mal etwas gelaufen... öhm... naja. jedenfalls ist es so, dass er bis heute ein sehr wertvoller mensch für mich und ich in gewisser weise noch gefühle für ihn habe. ich muss vielleicht auch erwähnen, dass er seit dem das mit uns war noch keine neue freundin mehr hatte. ich frage mich, ob das an unserer freundschaft etwas ändern würde. ob ich vielleicht sogar etwas eifersüchtig wäre? oder er den kontakt abbrechen würde? das sind echt merkwürdige fragen die ich mir da stelle. besonders weil ich ja eigentlich noch an meiner letzten männergeschichte (siehe der "böse mann") zu knabbern habe. und trotzdem war mein guter freund auch in der zeit, als ich in festen händen war, immer ein klein wenig in meinem herzen. er war (und ist) einer dieser wenigen menschen zu dem ich ganz schnell eine sehr enge verbundenheit empfinden konnte. so etwas ist selten und deshalb sehr wertvoll. jedenfalls fände ich es sehr schön, wenn sich hieraus eine dauerhafte freundschaft entwickeln würde (auch wenn früher mal etwas gelaufen ist). andererseits erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich daran denke, wie es wohl mit ihm sein würde, wenn da mehr als nur freundschaft wäre. und dann frage ich mich, ob sich aus dieser locker-leichten freundschaft die wir momentan haben, nicht irgendwann fordernde bedürfnisse entwickeln würden?

forderungen in einer beziehung finde ich nämlich ganz schrecklich. jeder sollte die freiheit haben, sich selbst verwirklichen zu können. soll seinen träumen nachgehen dürfen ohne sich aus rücksicht auf den anderen einschränken zu müssen. ich habe leider die schmerzhafte erfahrung machen müssen, dass man sich nach solch einer beziehung oftmals wehmütig an die eigenen verpassten chancen und träume erinnert. ich möchte meinem 4-jahre-ex natürlich nicht die schuld daran geben. aber es wirkt in meinen augen mittlerweile absurd, dass manche menschen sich anmaßen über das verwirklichen von träumen eines anderen menschen entscheiden zu dürfen. ich werde mir hoffentlich auch nie wieder in solche entscheidungen reinreden lassen und auch nicht aus rücksicht auf den partner auf etwas verzichten, was ich mir sehnsüchtigst wünsche. ich persönlich beziehe das besonders auf meinen wunsch, nach meiner ausbildung studieren zu wollen. die beziehung ist vorbei, der wunsch war immer noch da. tiefer als je zuvor. zum glück ist es in diesem fall noch nicht zu spät. bin ja gerade dabei genau diesen traum zu verwirklichen :-)

aber jetzt wieder zurück zu dieser wundervollen freundschaft bei der ich mir manchmal wünsche dass da mehr wäre :-) die frage ist, welche art der liebe beständiger wäre. welche wäre wertvoller? vernünftig drüber nachgedacht sicherlich die auf platonischer basis. aber die andere würde mich immer reizen. momentan ist die angst zu groß diesen menschen komplett zu verlieren, wenn eine beziehung scheitern würde. und da ich ein gebranntes kind bin, ist mir klar dass das früher oder später der fall sein wird. also werde ich versuchen meine heimlichen gedanken (*rrr*) auszublenden. hm. man muss eben auch mal vernünftig sein :-(

ich bin gespannt wie das telefonat verlaufen wird. und ob ich an der platonischen freundschaft denn wirklich auf dauer festhalten kann. mal sehen wie ich morgen darüber denke.

Montag, 7. April 2008

danke liebes universum

danke. es hat tatsächlich plötzlich aufgehört so sehr zu schmerzen. zu einem großen teil zumindest. er hat geschrieben. und das war für mich sehr gut. es hat mir die augen geöffnet. denn er ist kein besonderer mensch. um gottes willen. ER nicht! auch wenn ich mir merkwürdigerweise eingeredet habe, das er das für mich wäre. er ist sogar ein recht gewöhnlicher, berechenbarer, hilfloser und ungehobelter mensch, der es in vielen punkten wirklich nicht wert ist, um ihn zu weinen. wow. ich bin so froh endlich sagen zu können, dass er es nicht wert ist. das hat mir lange gefehlt. und diese einsicht hilft über den schmerz hinweg zu kommen. nein, er lässt er den schmerz sogar deutlich schrumpfen. fein :-) mir geht es wirklich schon viel besser. ich hoffe dass das so bleibt!

Samstag, 5. April 2008

von rätseln und der liebe

ich liebe momentan einen mann, der nichts mehr von mir wissen möchte. warum ich nicht von ihm loslassen kann, weiß ich nicht. es will mir einfach nicht gelingen ihn abzuhaken. ich frage mich ob das wirklich liebe ist, die mich an ihm hält. oder ob es da ein unbefriedigtes verlangen gibt das einfach noch nicht gestillt wurde.

er ist mann voller rätsel. und ich habe es nicht geschafft sie zu lösen. er hat mich von anfang an in seinen bann gezogen und ich wollte mehr über ihn erfahren. es hat sich eine spannung aufgebaut die aus vielen widersprüchen einfach immer rätselhafter wurde. es waren keine unangenehmen dinge. einfach dinge die seine persönlichkeit betreffen, seine vergangenheit, seine einstellung zu den dingen. mich hat interessiert wie es dazu gekommen ist, dass er nun so ist wie er eben ist. konnte ihn nie wirklich fassen. er ist sehr verschlossen und ist eher ein einzelgänger. andererseits steckt in ihm ein unheimlich gefühlvoller mensch. für eine kurze zeit hat er mir liebe geschenkt, die einfach wundervoll war. und ich hatte das gefühl ihm auch liebe schenken zu können. bis er sich wieder vollkommen verschlossen hatte und mich innerlich nicht mehr an sich rangelassen hat. es tut sehr weh über ihn zu schreiben, denn ich vermisse ihn immer noch sehr. und was es nun ist, was mich an ihm hält weiß ich immer noch nicht. ja, da sind rätsel. die frage ist, ob es mir besser gehen würde ihn "enträtselt" zu haben. wäre dann das ziel erreicht und die luft raus? eigentlich denke ich nicht dass das alles ist. er ist einfach wundervoll und hat mir gut getan. ein mensch der zu mir passt. er war mir ebenbürtig, hat auch gekontert. und trotzdem war er bemüht auch meine sicht der dinge verstehen zu können. er ist ein sehr aufmerksamer mensch. und er schwimmt nicht im strom der masse. er hat einfach persönlichkeit. und er wirkt sehr inspirierend auf mich. hat mir viele neue seiten gezeigt und beflügelte mich irgendwie. er schaut auch mal über den tellerrand und versucht sich sein eigenes bild der dinge zu machen. ich liebe ihn einfach dafür. und als er mich diese kurze zeit geliebt hat, war das ein unbeschreibliches gefühl. es war so leicht und unbeschwert. ohne forderung und besitztum. so wie die liebe sein sollte finde ich. ... wow, das klingt alles so als sei er perfekt... naja, er hatte natürlich auch seine macken. aber die kamen eigentlich nur deswegen zu tage, weil er mich aus seinem herzen gestoßen hatte. wir haben dann oft gestritten und er wollte einfach nicht mehr auf mich eingehen. er hat aufgehört mich zu lieben und deswegen keinen grund mehr gesehen mich verstehen zu müssen - also hat er sich auch nicht darum bemüht. und ab diesem punkt hatte er eigentlich auch nicht mehr diese ausstrahlung auf mich. aber ich hatte immer die hoffnung, dass es bald wieder so wird wie anfangs. habe mich daran festgehalten und habe versucht darum zu kämpfen.

er wird sicherlich nie wieder zu mir zurück kommen. dass er keine gefühle mehr für mich hat, habe ich erst später erfahren. wenn das wirklich stimmt, gibt es natürlich auch keine hoffnung, auch wenn man darum kämpft. liebe kann man nicht erzwingen. es ist nur komisch dass er einfach so mit dem lieben aufhören konnte. denn so behauptet er das. für mich macht das einfach keinen sinn. wenn man jemanden liebt, dann liebt man doch einfach. komme was will. wenn liebe angeblich einfach so wieder verschwinden könnte, zweifle ich eher daran, dass es sich je um wirkliche liebe gehandelt hat...

es wird immer ein unbefriedigtes, zerreissendes gefühl in mir zurückbleiben. aber ich hoffe dass es trotzdem irgendwann nicht mehr so schmerzhaft ist. irgendwie kann ich es nämlich nicht verstehen, dass ich nicht langsam über ihn hinweg komme. die zeit die wir zusammen waren, war wirklich sehr kurz. aber ich habe ihn in sehr kurzer zeit sehr intensiv lieben gelernt. und nach wenigen wochen, war auch schon wieder alles kaputt. wie kommt es nur, dass diese kurze gemeinsame zeit fast schwerer und schmerzhafter zu überwinden ist, als meine damals 4jährige beziehung, die vor einem dreiviertel jahr in die brüche ging? woran liegt es dass er mir nicht aus dem kopf geht? ist es naiv zu sagen, dass er vielleicht "der richtige" für mich war und ich deswegen so sehr liebe, leide und vermisse? oder muss ich nur geduldiger mit mir sein - nach dem motto der richtige kommt noch und die zeit heilt alle wunden? ich wünschte das motto würde sich bitte bald bewahrheiten. es würde mir viel kummer und die traurigen momente der erinnerung ersparen.

bitte liebes universum, mach dass der schmerz aufhört. am besten morgen schon.

Dienstag, 1. April 2008

der böse mann bleibt ein böser

jetzt da der ganze mappenstress erst einmal vorbei ist, mache ich mir auch schon wieder gedanken über die männer. konnte das die letzten tage ganz gut zur seite drängen, da ich ja tausend andere dinge zu erledigen hatte.

der "böse" mann hat sich bis heute kein einziges mal mehr gemeldet. das nenn ich wirklich böse. tut wirklich sehr weh, denn das zeigt mir wie egal ich ihm doch eigentlich war. ich komme über solche dinge leider nur sehr schwer hinweg. natürlich ist da auch ein klein wenig verletzter stolz. aber es gibt zwei dinge die mir viel WIRKLICH weh tun. nämlich dass er jetzt für IMMER weg ist. dass das jetzt endgültig so ist und ich keine chance mehr zu haben scheine. ich habe diesen besonderen menschen komplett verloren. und das ist sehr schlimm. er fehlt mir einfach so sehr!

das andere was mir zwar einerseits weh tut, mich aber andererseits auch ärgert, ist, dass ich es wieder zugelassen habe, dass ein mensch mir so nahe kommen durfte und ich mich kurze zeit einfach sicher bei ihm gefühlt habe. irgendwie fühlt sich das an, als wäre ich nun hintergangen worden. finde keine anderen passenden worte dafür. er hat es sicherlich nicht absichtlich ausgenutzt, aber ich fühle mich so ausgeliefert. nackt. er kennt vieles ganz tief in mir drinnen. und wer weiß ob er dieses geheimnis hütet, oder mich vielleicht vor anderen darstellt wie es nur ihn etwas anging.

ja, so ist das bei verletzten seelen. die schmerzen gehen irgendwann in ärger und wut auf einen selbst über. blöde sache. ich hoffe dass das bald wieder vorbei geht.

Dienstag, 25. März 2008

liebe schenken.

bin nicht gut drauf. weiß nicht so genau warum. naja, vielleicht doch ein bisschen. will's mir nur nicht eingestehen.

ich warte auf nachricht. aber nicht von einem mann. nö. gleich von zweien. haha. ich kanns mal wieder nicht lassen. das spiel mit dem feuer macht mir wohl zu sehr spaß. männer machen mich anscheinend süchtig. aber immer wieder schwöre ich mir, dass ich genug von ihnen habe und alleine eigentlich viel besser klar komme. tja, das wäre wirklich so, aber da ist diese anziehung. und vielleicht auch ein klein wenig die unfähigkeit alleine sein zu können. dabei kann ich wirklich ganz stark sein. sehr sogar. naja, eigentlich.

aber uneigentlich wünsche ich mir vielleicht dochh jemanden der mich lieb hat. jemand der mir zuhört. und mich vielleicht einfach so mal in den arm nimmt. der mir ruhe und kraft gibt. ja, ich glaube insgeheim wünsche ich mir das wirklich. dabei habe ich eine abmachung mit mir: verlasse dich auf keinen anderen menschen. nur du allein hast die möglichkeit dir kraft zu geben (und zu nehmen - ja, so ist das leider). und mach dich nicht abhängig.

tja, so ist das. tolle einsicht. da habe ich wirklich lange dran gearbeitet. ich stehe auch wirklich voll dahinter. aber trotzdem mag ich jemanden zum knuddeln und liebhaben. es ist einfach schön, wenn es einen menschen gibt, der für mich da sein will. und wenn ich auch für ihn da sein darf.

hm... ich glaube mir fehlt tatsächlich nicht unbedingt jemand der MIR etwas GIBT auch wenn das wirklich schön wäre. vielmehr möchte ICH etwas geben. es ist schön jemanden zu lieben. zärtlich zu ihm zu sein, ihm zuzuhören, zu streicheln und ihm kraft und liebe zu schenken. ja, ich glaube das fehlt mir wirklich. WOHIN NUR MIT MEINER LIEBE? katzen hab ich ja schon zum knuddeln ;-) ich brauche mehr!

so, und da sind wir wieder bei obigem thema. die männer. meine ZWEI männer... naja, also der eine hat mich ja eigentlich verlassen. trotzdem warte ich da noch auf eine nachricht. damit ich endlich abschließen kann. so ein arsch. nicht einmal das gönnt er mir. er ist echt ganz schön feige... und der andere mann - das ist ein ganz besonderer mensch. aber mehr darf da eigentlich auch nicht sein. das haben wir sogar vereinbart. naja, das hat auch seinen grund, denn da war mal tatsächlich was. und momentan schreiben wir uns manchmal (ganz freundschaftlich natürlich!). aber irgendwie warte ich dieses mal wirklich sehnsüchtig auf eine antwort. was das bloss wieder zu bedeuten hat... ts. vielleicht ein ablenkungsmanöver, damit ich mich besser vom anderen mann (dem bösen) ablenken kann?! so blöd das jetzt klingt, aber das könnte vielleicht wirklich so sein. ich behaupte zwar mich selbst gut zu kennen, aber manchmal bin ich doch von mir selbst überrascht wie gut ich mich selbst austricksen kann. confused.

wer weiß wie das wieder enden wird. jetzt muss ich jedenfalls schlafen gehen ;-) naja, wenn ich denn kann. seit einer woche liege ich nämlich nachts oft wach. einfach so. zum kotzen ist das!

begegnungen

man begegnet in seinem leben vielen besonderen menschen. und man ist auch merkwürdigerweise auch manchmal mit einem menschen zusammen der eigentlich gar kein wirklich besonderer menschen für einen darstellt. schräge sache, aber so ist das schicksal. man verrennt sich eben auch mal. was nicht heissen soll, dass das dann eine sackgasse wäre. vielleicht nur ein kleiner umweg. aber sicherlich ist auch dieser prägend und lehrreich.

was mir auffällt ist, dass sich meine wege mit menschen, die für mich besonders prägend waren, manchmal nur kurz gekreuzt haben. und trotzdem haben sie mir besondere impulse mitgegeben, denkanstöße oder einfach nur ein bisschen kraft. es gibt diese menschen, mit denen man sofort auf einer wellenlänge liegt. man versteht sich einfach. manchmal auch ohne vieler worte. und dabei hat man das gefühl sich schon ewig vertraut zu sein. diese momente sind wirklich kostbar und leider viel zu selten. aber ich bin froh, dass ich sie erleben darf.

träume in beziehungen

das ist so ein heikles thema. da nimmt man sich vor, sich bloss keine falschen hoffnungen zu machen, sich nicht zu weit in die beziehung und die gefühle fallen zu lassen... und wenn's dann plötzlich beendet ist, merkt man wie sinnlos dieser vorsatz war. NATÜRLICH hat man mit dem träumen begonnen. von einer gemeinsamen reise nach schottland, oder vielleicht auch irgendwann von einer gemeinsamen wohnung. solche gedanken kommen ganz automatisch. und wenn die beziehung dann vorbei ist, tut einem der gedanke an diese träume verdammt weh.

warum eigentlich? könnte man sie nicht für sich alleine einfach weiterträumen? im prinzip sind ja die träume von einer GEMEINSAMEN zukunft "nur" die träume von sich und der person die man liebt. und die person die man liebt, ist, so hart und unromantisch das jetzt klingt, auf viele jahre gesehen, auch austauschbar. das zeigt ja unsere vergangenheit. also ich persönlich habe schon viele menschen geliebt. und in dem moment, in dem ich mit einem menschen zusammen war, habe ich von ihm geträumt. von einer gemeinsamen zukunft, wohnung und vielleicht auch von kindern. und ein paar jahre später, hatte ich dann ähnliche träume mit einem anderen menschen. das zeigt, dass das keine gemeinsamen träume, sondern meine träume sind. dinge die ich mir für MEINE zukunft wünsche. daran sind nicht unbedingt immer ganz bestimmte personen gebunden. vielmehr ist es wichtig, dass es sich später wirklich um einen besonderen menschen handelt, mit dem man sie dann verwirklichen darf.

merkwürdig auf was für unromantische sichtweisen ich manchmal kommen kann.

Montag, 24. März 2008

Potenziale

was mich die letzten tage ganz besonders beschäftigt, ist der gedanke an potenziale. ein freund von mir, ein sehr guter sogar, sprach von potenzialen die ihm eine der wichtigsten dinge im leben zu sein schienen. er z.b. war zufrieden, dass er eine frau kennenlernte, in der er das POTENZIAL sah, für den rest seines lebens an ihrer seite glücklich zu sein. letztenendes ist die frau aber zu einem anderen kerl gegangen und hat dem armen eine abfuhr erteilt. er aber sieht das erlebnis mit dieser frau immer noch sehr positiv, denn allein der gedanke daran, dass dieses potenzial vorhanden war, dass er es eine zeitlang erleben durfte, macht ihn schon dankbar und glücklich. ich frage mich, warum? geht es wirklich nur um das VORHANDEN sein von potenzialen? geht es nicht vielmehr um das AUSNUTZEN der potenziale?

potenzial... das beudeutet laut wiki in der physik die fähigkeit eine arbeit zu verrichten. die fähigkeit. es wird dadurch also noch nicht verrichtet und ist bis dahin noch ziemlich unproduktiv.

in einer ähnlichen situation wie mein freund es war, befinde ich mich gerade. kurzgefasst: der mann in meinem leben ist abgehauen. und das tut verdammt nochmal sehr sehr weh! wenn ich mir nun meine situation betrachte und die potenziale anschaue, weiß ich natürlich dass es da welche gab (für meinen teil zumindest - der männliche teil empfand das ja anscheinend anders). aber ich kann bei diesem gedanken nicht einfach nur dankbar sein. auch wenn mich das vielleicht zufriedener machen würde. in diesem denken kann ich mich gerade nicht wiederfinden. ich bin verdammt nochmal NICHT damit zufrieden dass es diese potenziale mal gab. denn jetzt ist das vorbei und das macht mich traurig! wir gehen nun getrennte wege. ein völlig unbefriedigender zustand! ich habe sehnsucht und wünschte ich könnte die zeit zurückdrehen. möchte lieber potenziale ausnutzen und neues mit ihm erleben anstatt darüber zu weinen, was wir alles hätten tun können.

vielleicht kommt ja irgendwann der punkt, dass ich dankbar bin und mich über die schönen gemeinsamen stunden freuen kann. aber momentan könnte ich bei diesem gedanken einfach nur heulen. es macht mich traurig dass ich nie wieder solche stunden mit ihm verbringen werde. da ist so eine große sehnsucht in mir...

bin ich etwa zu pessimistisch und verfalle zu schnell in selbstmitleid?! oder etwa egoistisch? sich zu wünschen, dass potenziale auch immer ausgenutzt werden ist sicherlich ein klein wenig egoistisch... aber liegt das nicht in der natur des menschen? meinen guten freund hier mal ausgenommen.

hm. ich hoffe meinem guten freund geht es mit dieser einstellung wenigstens besser als mir gerade. da bin ich sicher. ich sollte wohl irgendwie versuchen seine sichtweise für mich annehmen und umsetzen zu können.

mal schauen ob ich das schaffen kann. und jetzt erst mal gute nacht :-)


willkommen in der chaotischen welt von mariposa2008 :-)

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Zuletzt aktualisiert: 22. Apr, 22:40

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